
Was ist der Cordon?
Der Cordon hat seine Wurzeln aus den früheren indigenen Völkern Kubas die bis heute praktiziert werden. In Kuba ist der Cordon sehr weit verbreitet, da die Vorfahren indianischer Abstammung waren. Die Traditionen und Bräuche wurden von Generation zu Generation weitergegeben, sodass bis heute in Kuba es sehr viele spiritistische Zentren gibt, die den Cordon praktizieren.
Ablauf der medialen, praktischen Ausübung:
Die Medien stehen im Kreis (Cordon) und halten sich an den Händen, während sie gegen den Uhrzeigersinn gehen. Gleichzeitig singen und schlagen sie mit den Füßen auf den Boden und schwingen ihre Arme kräftig, bis sie in Trance fallen. Bei Erreichen dieses bestimmten Geisteszustands kann das Medium durch den Geist sprechen, um Lösungen für Probleme oder Beschwerden zu finden. Im Cordon gibt es keine Geistlichen. Das Hauptmedium (Direktor) ist im Allgemeinen verantwortlich, nimmt jedoch nicht immer an der Ritualkette selbst teil. Stattdessen fungiert das Kopfmedium als Leitfaden während des eigentlichen Rituals. Der Cordon unterscheidet sich von anderen Religionen in dem Sinne, dass es keine festgelegte religiöse Glaubenslehre gibt. Die Religion steht allen offen und erfordert nicht, dass neue Teilnehmer an einem Initiationsprozess teilnehmen.