Emília Santos

Emília Santos wurde am 1. Januar 1896 in der Stadt Santa Maria da Vitória, BA, geboren und verstarb am 26.09.1964 in Araçatuba, SP. Sie war die Tochter von João Luiz dos Santos und Joana Ferreira de Souza und blieb ledig.
In Araçatuba unterzeichnete sie 1943 die Gründungsurkunde der Spiritistischen Allianz „Varas da Videira“. Zur gleichen Zeit wurde sie Mitarbeiterin von Benedita Fernandes in der Vereinigung der Christlichen Damen. Nach dem Ableben dieser im Jahr 1947 wurde sie zur regelmäßigen mediumnischen Mitarbeiterin des Spiritistischen Zentrums „Amor e Caridade“ in der benachbarten, sehr nahe gelegenen Stadt Birigui.
Emília Santos verkaufte Tisch-, Bett- und Kleidungswaren in ihrem Haus und oft auch direkt bei Kunden zu Hause, mithilfe der traditionellen Wagen, die in Araçatuba üblich waren. Sie war äußerst wohltätig. Viele Menschen suchten sie in Araçatuba auf, um ein Wort des Trostes, Orientierung oder einen spiritistischen Pass zu erhalten. Sie unternahm wöchentliche Pilgerfahrten und verteilte Snacks an bedürftige Familien. In den 1950er Jahren organisierte sie Snacks anlässlich des Geburtstags ihres Vaters („Tag des Heiligen Johannes“) und zu Weihnachten, die sie in sozialen Einrichtungen, im Gefängnis und im Santa Casa von Araçatuba verteilte.
João Luiz dos Santos, Emílias Vater, lebte im letzten Jahrhundert im Inneren von Bahia, wo er in der Politik tätig war. Er war der häufigste kommunizierende Geist durch die mediale Fähigkeit seiner Tochter. Wie man damals sagte, war er ihr Mentor. Selbstverständlich war er an der Leitung der Gruppe beteiligt, die sich formierte und aus der die bereits erwähnten Institutionen hervorgingen.
In einigen Phasen ihres Lebens versuchte sie, Kindern Unterricht im Spiritismus zu geben. Es gibt vereinzelte Artikel von ihr in der spiritistischen Presse, wie „Amor Fraternal“ im „Mensageiro do Órfão“ aus São Manoel vom 15.10.1943.
Am 30. Dezember 1959 gründete sie zusammen mit Rolando Perri Cefaly in ihrem Haus die Evangelischen Studiengruppe „João Luiz dos Santos“, die freitags stattfand. Zu jener Zeit wurde jedes neue psychografierte Buch von Chico Xavier mit großem Interesse gelesen. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Onkeln hatte sie als Kind die Möglichkeit, diese Treffen von Anfang an zu besuchen. Am Ende servierte sie üblicherweise ein gemeinsames Abendessen.
Am 7. Oktober 1960 war sie zusammen mit Rolando Perri Cefaly, Josefina Perri Cefaly de Carvalho, Walter Perri Cefaly und Pedro Perri Mitbegründerin der Institution „Nosso Lar“ im Jardim Planalto in Araçatuba und bekleidete dort das Amt der Vizepräsidentin. Diese Institution wurde 1961 eingeweiht und ein Jahr später entstand eine zweite Niederlassung in einem anderen Stadtviertel, die Casa Transitória. In beiden Einrichtungen kümmerte sie sich um bedürftige Menschen, wirkte als psychophones Medium und Passistin und erteilte Evangelisierungsunterricht. Sie gründete die Unterrichtsstunden für Christliche Moral Neio Lúcio, die sonntagvormittags vor den öffentlichen Versammlungen der Institution „Nosso Lar“ stattfanden. Sie förderte die Gründung der Spiritistischen Jugend „Irma Ragazzi Martins“.
Nach ihrem Tod wurde ihr zu Ehren die Suppenküche „Emília Santos“ benannt, die am Tag ihres Geburtstags im Jahr 1966 eröffnet wurde. Während der Kampagne für den Bau dieser sozialen Einrichtung wurde das Heft „Gotas Espirituais“, eine Sammlung spiritistischer Zitate, vom Herrn José Rubens Braga da Silva zusammengestellt und gedruckt.
Zur gleichen Zeit erhielt auch die frühere Straße „R“, in der sich die Institution „Nosso Lar“ im Jardim Planalto befindet, ihren Namen.