Freier Wille

Seit einigen Tagen höre ich immer wieder das Thema des freien Willens.
Es ist wahr, dass Gott dir die Fähigkeit des freien Willens aus einem guten Grund gegeben hat. Gute Eltern beschützen ihre Kinder, geben ihnen aber auch die Freiheit, ihre eigenen Erfahrungen zu machen, ihre eigenen Fehler zu machen und ihren eigenen Weg zu gehen. Nur so können sie zu selbständigen, verantwortungsbewussten und reifen Erwachsenen werden, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Das ist auch der Grund, warum Gott, unser himmlischer Vater, uns Menschen den freien Willen gegeben hat. Dieser ermöglicht es uns, Erfahrungen und Fehler zu machen, aus denen wir lernen und schließlich wachsen und reifen können.
So können wir unsere wahre himmlische Natur und die Natur Gottes erkennen. Aber der höchste und edelste Gebrauch unseres freien Willens kommt am Ende der Verwirklichung. Dann nämlich, wenn wir uns frei und bewusst entscheiden, all unsere persönlichen Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und unser ganzes Ego beiseite zu legen und uns ganz dem Willen Gottes zu unterwerfen. Denn wenn wir dazu bereit sind, werden wir auch erkennen, dass wir nichts und niemanden zu fürchten brauchen, wenn wir uns ganz Gott anvertrauen. Wir werden auch erkennen, dass wir zwar fast nie das bekommen, was wir uns wünschen und vorstellen, aber immer genau das, was wirklich gut für uns ist. Unser kleines Ego denkt nur, dass es weiß, was gut für uns ist und was wir brauchen, aber Gott weiß es wirklich.
Wenn wir Gott, unserem himmlischen Vater, vertrauen, werden wir nie wieder etwas falsch machen. Ganz gleich, wie schwierig und steinig der Weg ist, den er uns zeigt, ganz gleich, wie hart und ungerecht die Lektionen und Prüfungen erscheinen, die er uns auferlegt, er lässt alles zu unserem Besten geschehen. Gott sieht das ganze Bild, wir sehen nur einen kleinen Teil davon. Und am Ende des Weges wird jeder von uns aus freien Stücken niederknien und sagen: „Danke, Vater, für alles, was du für mich getan hast. Danke, dass du mich nie im Stich gelassen hast. In stürmischen Zeiten und schweren Prüfungen, als auch ich begann, dich zu beschimpfen, zu verfluchen, deine Existenz zu ignorieren, hast du meine Hand nie losgelassen. Und selbst als ich dich verließ, standest du fest an meiner Seite und hast mich beschützt, sogar vor mir selbst. Denn wahrlich, ich erkenne jetzt deine Güte und Barmherzigkeit und wie unendlich groß deine Liebe zu mir und zu allen deinen Geschöpfen ist. Von nun an möge nicht mein, sondern dein Wille geschehen, um aller Wesen im Universum willen!
Daniela M.